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Leistungs-Code

Was bedeutet «mit grossem Fleiss» ohne Erfolgsaussage im Arbeitszeugnis?

«erledigte die Aufgaben mit grossem Fleiss»

Was bedeutet das?

Fleiss allein ist ein Ersatzlob. Steht neben dem Einsatz keine Aussage zum Resultat, liest ein HR-Profi daraus: viel Aufwand, wenig Wirkung. Die Logik dahinter ist die Grundregel der Zeugnissprache — gelobt wird, was gut war; worüber geschwiegen wird, war es nicht. Wer fleissig arbeitet und gute Resultate liefert, bekommt beides bescheinigt. Wichtig für die Einordnung: Fleiss im Zeugnis ist nicht per se ein Warnsignal. Entscheidend ist, ob die Anstrengung mit einer Erfolgs- oder Qualitätsaussage verbunden wird («… mit grossem Fleiss und sehr guten Resultaten») oder allein steht.

Wirkung auf die Note

Abwertend, wenn die Erfolgsaussage fehlt: Die Leistungsnote sinkt in den genügenden bis ungenügenden Bereich, je nachdem, was sonst noch zur Leistung gesagt wird. Steht der Fleiss neben einer klaren Erfolgsaussage, ist er dagegen eine normale, positive Ergänzung ohne Abwertung.

Was tun?

Verlangen Sie eine Ergänzung statt einer Streichung: Der Fleiss darf stehen bleiben, aber verbunden mit einer klaren Erfolgsaussage — zum Beispiel «… und erzielte dabei sehr gute Resultate» oder eine Einstufung nach der Zufriedenheitsskala. Liefern Sie dem Arbeitgeber konkrete Erfolge (abgeschlossene Projekte, erreichte Ziele, Kennzahlen) als Formulierungshilfe. So wird aus dem Ersatzlob eine vollwertige, glaubwürdige Leistungsbeurteilung.

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