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Leistungs-Code

Was bedeutet «stets bemüht» im Arbeitszeugnis?

«war stets bemüht»

Was bedeutet das?

Die Formulierung «war stets bemüht» bescheinigt Anstrengung ohne Erfolg. Im Klartext: Die Person hat es versucht, aber das Resultat hat nicht gestimmt. In der Schweizer Zeugnispraxis ist das die bekannteste und schärfste Abwertung überhaupt — so bekannt, dass sie längst als Chiffre für ein schlechtes Zeugnis steht. Ihre Tücke liegt in der Freundlichkeit des Wortlauts: «bemüht» klingt nach Anerkennung des Einsatzes. Gemeint ist das Gegenteil. Auch Varianten wie «bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden» oder «war bestrebt» transportieren dieselbe Botschaft: Der Wille war da, das Ergebnis nicht.

Wirkung auf die Note

Note 2 auf der Leistungsskala — klar ungenügend. Zusätzlich greift eine Deckelungsregel: Dieser Befund begrenzt die Gesamtnote auf höchstens 3.5, unabhängig davon, wie gut der Rest des Zeugnisses formuliert ist. Die Zeugnis-Ampel steht damit praktisch sicher auf Rot. Der Befund gilt als kritisch.

Was tun?

Verlangen Sie eine Korrektur — mit guten Karten: Codierungen verletzen das Klarheitsgebot und sind unzulässig; genau darauf stützt sich Ihr Korrekturanspruch. Fordern Sie eine klare, erfolgsbezogene Leistungsaussage nach der Zufriedenheitsskala. Falls die Leistung aus Sicht des Arbeitgebers tatsächlich ungenügend war, können Sie immerhin eine neutrale Formulierung ohne versteckte Botschaft verlangen — das Zeugnis darf kritisch sein, aber nicht codiert. Ihr Anspruch besteht bis zehn Jahre nach Austritt (Art. 330a OR).

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