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Bewertungsskala

Was bedeutet «stets zur vollen Zufriedenheit» im Arbeitszeugnis?

«stets zu unserer vollen Zufriedenheit»

Was bedeutet das?

Die zweithöchste Stufe der Zufriedenheitsskala und das Zeugnis-Äquivalent eines Gut. Die Leistung hat die Erwartungen konstant und vollumfänglich erfüllt — aber nicht durchgehend übertroffen. Der Unterschied zur Bestnote liegt in einem einzigen Buchstabenpaar: «volle» statt «vollste» Zufriedenheit. Genau diese feine Abstufung macht die Schweizer Zeugnissprache aus: Beide Sätze klingen für Laien praktisch identisch, transportieren für HR-Fachleute aber eine klare Rangordnung. Ein Gut ist dabei ein ehrliches, solides Resultat, mit dem sich problemlos bewerben lässt. In Bewerbungsdossiers ist dieses Gut die häufigste Bewertung überhaupt — Rekrutierende lesen sie als verlässliches, unauffälliges Qualitätssignal ohne Beigeschmack.

Wirkung auf die Note

Note 5 auf der Leistungsskala — grüner Bereich. Verstärker («ausserordentlich», «in jeder Hinsicht») können die Aussage Richtung 5.5 heben, einschränkende Wörter («in der Regel», «meist») ziehen sie spürbar nach unten. Fehlen daneben konkrete Erfolge, bleibt es bei einem unauffälligen Gut.

Was tun?

Grundsätzlich kein Handlungsbedarf — das ist eine gute Bewertung. Wer allerdings über Jahre nachweislich Spitzenleistung erbracht hat (Beförderungen, ausgezeichnete Zielvereinbarungen, besondere Projekterfolge), darf höflich fragen, ob «vollste» gerechtfertigt wäre. Das Wahrheitsgebot setzt die Grenze: Verlangen können Sie nur, was der tatsächlichen Leistung entspricht. Konkrete Belege machen ein solches Gespräch deutlich einfacher.

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