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Schlussformel- und Austritts-Code

Was bedeutet eine Schlussformel ohne Dank und Bedauern im Arbeitszeugnis?

«Schlussformel ohne Dank und Bedauern»

Was bedeutet das?

Die vollständige Schlussformel hat drei Elemente: Dank für die geleistete Arbeit, Bedauern über den Austritt und gute Wünsche für die Zukunft. Fehlen Dank und Bedauern, bleibt nur eine höfliche Hülle — und das ist eine deutliche Distanzierung. HR-Profis lesen die Schlussformel oft zuerst, weil sie als inoffizielles Fazit des Arbeitgebers gilt: Hier zeigt sich, wie man wirklich auseinandergegangen ist. Ihr Fehlen oder ihre Verkürzung ist darum eines der bekanntesten Signale der Zeugnispraxis. Rechtlich gilt: Ein durchsetzbarer Anspruch auf die Schlussformel besteht nicht — gerade deshalb ist ihre bewusste Verkürzung so beredt.

Wirkung auf die Note

Die Schlussformel-Dimension (10 Prozent der Gesamtnote) fällt deutlich ab: Wünsche ohne Dank und Bedauern entsprechen etwa der Note 2.5, Dank und Wünsche ohne Bedauern etwa der Note 4. In Kombination mit anderen kühlen Signalen verdichtet sich das Bild eines belasteten Abschieds.

Was tun?

Bitten Sie um die vollständige Schlussformel mit Dank, Bedauern und guten Wünschen. Zwar lässt sich diese Bitte rechtlich nicht erzwingen, in der Praxis wird sie aber häufig erfüllt — sie kostet den Arbeitgeber nichts und viele Aussteller sind sich der Signalwirkung gar nicht bewusst. Sprechen Sie das Thema früh an, am besten noch vor dem Austritt, solange der Kontakt unkompliziert ist.

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