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Fehlendes Element

Was bedeutet eine fehlende Leistungsbeurteilung im Arbeitszeugnis?

«Zeugnis ohne Leistungsbeurteilung»

Was bedeutet das?

Die Leistungsbeurteilung ist das Herzstück jedes Vollzeugnisses: Sie sagt, wie gut jemand gearbeitet hat — üblicherweise mit einer Aussage nach der Zufriedenheitsskala plus Einzelmerkmalen wie Fachwissen, Arbeitsqualität und Effizienz. Fehlt sie vollständig, während Aufgaben und Verhalten beschrieben werden, entsteht die auffälligste Lücke, die ein Zeugnis haben kann. Die Lesart ist dieselbe wie bei allen beredten Auslassungen: Worüber geschwiegen wird, war nicht gut. Ein Dokument, das nur Art und Dauer der Anstellung bestätigt, wäre eine Arbeitsbestätigung — ein Vollzeugnis ohne Leistungsaussage ist dagegen schlicht mangelhaft.

Wirkung auf die Note

Die Vollständigkeitsdimension sinkt um rund einen Punkt, und der Leistungsdimension — mit 35 Prozent die gewichtigste — fehlt die Grundlage. Ein fehlender Pflichtbaustein darf nie zu einer guten Note führen; die Gesamtnote fällt entsprechend deutlich.

Was tun?

Fordern Sie die Ergänzung der Leistungsbeurteilung ein: eine Gesamtaussage nach der Zufriedenheitsskala und Aussagen zu den zentralen Merkmalen Ihrer Tätigkeit. Der Anspruch auf ein vollständiges Zeugnis nach Art. 330a OR trägt diese Forderung ohne Weiteres. Liefern Sie Belege für Ihre Resultate gleich mit — Zielvereinbarungen, Projektabschlüsse, Kennzahlen —, damit der Arbeitgeber die Beurteilung konkret und wahrheitsgetreu formulieren kann.

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