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Bewertungsskala

Was bedeutet «vorbildlich» in der Verhaltensbeurteilung?

«sein Verhalten war jederzeit vorbildlich»

Was bedeutet das?

«Vorbildlich» ist das stärkste Qualitätswort der Verhaltensbeurteilung: Das Verhalten taugte als Massstab für andere. Zusammen mit einem Konstanz-Wort («jederzeit vorbildlich», «stets vorbildlich») ist es die Bestnote — der Arbeitgeber bescheinigt ein durchgehend tadelloses, überdurchschnittlich positives Auftreten gegenüber allen Anspruchsgruppen. Die volle Wirkung entfaltet die Aussage, wenn sie sich ausdrücklich auf Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundschaft bezieht; erst diese Aufzählung macht die Verhaltensbeurteilung vollständig. Weil «vorbildlich» so klar besetzt ist, setzen es Arbeitgeber sparsam ein — gerade das macht es glaubwürdig: Wo es steht, ist es fast immer ernst gemeint und entsprechend viel wert.

Wirkung auf die Note

Mit «jederzeit» oder «stets»: Note 6 der Verhaltensdimension. «Vorbildlich» ohne Konstanz-Wort oder Formulierungen wie «stets einwandfrei und zuvorkommend» liegen bei 5.5. Fehlen in der Aufzählung die Vorgesetzten oder — bei Kundenkontakt — die Kundschaft, relativiert das die Bestnote um eine halbe bis ganze Stufe.

Was tun?

Inhaltlich gibt es nichts zu verbessern. Kontrollieren Sie die Aufzählung: Werden Vorgesetzte, Kolleginnen/Kollegen und Kundschaft in dieser Reihenfolge genannt? Wenn ja, haben Sie eine rundum starke Verhaltensbeurteilung. Fehlt eine Gruppe, bitten Sie um die Ergänzung — gerade bei einem so starken Qualitätswort fällt eine Auslassung erfahrenen Leserinnen und Lesern sofort auf.

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